Immobilien 2013

Deutscher Immobilienmarkt: Fünf Trends für 2013

26.03.2013 – Eine Kombination aus historisch niedrigen Zinsen, steigenden Nettoeinkommen und noch attraktiven Immobilienpreisen macht es vielen Menschen möglich, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Wie werden sich Bauzinsen und Mieten weiter entwickeln?

1. Die Bauzinsen bleiben niedrig

Nie konnte Wohneigentum günstiger finanziert werden als im Jahr 2012: Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung kosteten im Schnitt etwa 3,1 Prozent im Jahr – in den vergangenen 20 Jahren waren es durchschnittlich 5,7 Prozent. 2013 sollten die Zinsen niedrig bleiben, da für Deutschland und Europa weiterhin mit wenig Wachstum und Inflation gerechnet wird. Experten  erwarten für Deutschland nur 0,3 Prozent Wachstum, die Wirtschaft in Europa dürfte leicht schrumpfen und die Inflation in Deutschland und Europa unter 2,0 Prozent sinken. Damit ist der Boden für eine weitere Zinssenkung bereitet.

2. Eine Preisblase ist nicht in Sicht

Seit 2009 ziehen die Haus- und Wohnungspreise in Deutschland an – im Jahr 2012 um durchschnittlich 6,0 Prozent. Vor allem Top-Lagen in den Metropolregionen sind gefragt. Dieser Trend sollte sich fortsetzen. „Wir erwarten, dass die Hauspreise bis 2015 um durchschnittlich 5,0 Prozent steigen werden. Dennoch bleiben deutsche Wohnimmobilien erschwinglich. Ihre nominellen Preise bewegen sich heute etwa auf dem Niveau von 1999 und gemessen am verfügbaren Einkommen liegen die Hauspreise sogar 20 Prozent unter dem langfristigen Durchschnitt.“ Der Grund: Wegen der günstigen Zinsen schlagen steigende Hauspreise und größere Finanzierungen in der Belastung der Haushalte derzeit kaum zu Buche.

3. Zur Miete zu wohnen wird immer teurer

In vielen Städten steigen die Mieten deutlich schneller als die Immobilienpreise. In Berlin sind die Mieten für neue Objekte in den vergangenen fünf Jahren um fast 25 Prozent gestiegen, bei Bestandsobjekten waren es noch 12 Prozent. Einfamilienhäuser haben sich im gleichen Zeitraum nur um 3,0 Prozent verteuert. Experten erwarten, dass sich der Trend zu höheren Mieten fortsetzt: Die Zahl der Haushalte steigt, Wohnen in der Stadt wird immer beliebter und teurer, Kosten für energetische Sanierungen werden auf die Mieter umgelegt. „Mieter sollten daher prüfen, ob bei steigenden Mieten und niedrigen Zinsen der Erwerb einer eigenen Immobilie infrage kommt“. „Wer aktuell beispielsweise 1.000 Euro Miete zahlt, kann mit gleichem Aufwand in rund 15 Jahren eine Wohnung im Wert von 150.000 Euro komplett abzahlen.“

4. Die Energiewende im eigenen Heim kommt

Die Stromrechnung dürfte für viele Verbraucher 2013 noch einmal deutlich höher ausfallen. Dabei könnten die Energiekosten mit besserer Isolierung und modernen Heizungsanlagen oft halbiert werden. „Viele Investitionen in die energetische Sanierung rechnen sich schon nach kurzer Zeit und erhöhen darüber hinaus den Wert der Immobilie“. Das niedrige Zinsniveau, neue Finanzierungsformen und staatliche Förderungen begünstigen die Energiewende im eigenen Heim.

5. „Betongold“ ist unverändert attraktiv

Deutsche Wohnimmobilien gelten als „sicherer Hafen“ für Anleger und das aus guten Gründen. Ihr Wert entwickelt sich weitgehend unabhängig von den Kapitalmärkten und als Sachwert bieten sie langfristigen Schutz vor Inflation. Eigenheimer können das niedrige Zinsniveau jetzt nutzen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen – auch als Vorsorge fürs Alter. Kapitalanleger (Vermieter) finden hier Alternativen zu sicheren Anleihen, die nach Inflation und Steuern oft eine Negativrendite erzielen. Die durchschnittlichen Mietrenditen halten sich dagegen über 4,0 Prozent. Deutsche Wohnimmobilien bleiben deshalb auch im Jahr 2013 attraktiv.

 

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