Reichtumsbericht 2012

Der Staat verzichtet auf Einnahmen in Milliardenhöhe. Die Reichen werden immer reicher.

Die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland klafft wieder ein Stückchen weiter auseinander, die privaten Vermögen in Deutschland sind zunehmend ungleicher verteilt. Die Nettovermögen der privaten Haushalte haben sich danach innerhalb der vergangenen 20 Jahre mehr als verdoppelt. Von 4,6 Billionen Euro sind sie trotz der Finanzkrise auf mehr als 10 Billionen Euro angewachsen. Verfügten vor zehn Jahren die reichsten zehn Prozent der Deutschen über knapp 45 Prozent des Gesamtvermögens, sind es heute über 53 Prozent. Der unteren Hälfte der Deutschen bleiben heute 1,2 Prozent der privaten Vermögen, vor zehn Jahren waren es noch rund vier Prozent. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das auf einer anderen Datengrundlage rechnet, kommt sogar auf noch dramatischere Zahlen. Danach besitzen die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung sogar zwei Drittel des Gesarntvermögens.

Besonders eklatant die Tatsache, daß die Umverteilung weniger von arm nach reich, sondern zunehmend von fleißig zu reich erfolgt. Damit wird das Rückgrat für wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland angegriffen. Es sinkt sogar die Anzahl der deutschen Millionäre zugunsten deutscher Milliardäre.

Wie ver.di Vermögen besteuern möchte  (Nettovermögen ist Kapitalwert- und kein Sachwertvermögen)

1. Millionärsabgabe *

Einzelperson: Nettovermögen 2.000.000, Abgabe 100.000, Zahlung pro Jahr 10.000,
jährlich in Prozent des Vermögens: 0,5 Prozent

Paar {mit gleich verteiltem Vermögen oder gemeinsamer Veranlagung}
Nettovermögen 5.000.000, Abgabe 300.000, Zahlung pro Jahr 30.000, jährlich in Prozent des Vermögens: 0,6 Prozent

Paar mit zwei Kindern, Nettovermögen 50.000.000 Abgabe 7.520.000 Zahlung pro Jahr 752.000, jährlich in Prozent des Vermögens: 1,5 Prozent
–-* Betroffen wären 0,6 Prozent der Bevölkerung, weniger als eine halbe Million Personen. Der Staat könnte zusätzlich etwa 300 Milliarden Euro einnehmen. ‚ABGABE AUF PRIVATE NETTOVERMÖGEN {NACH ABZUG ALLER SCHULDEN} OBERHALB EINES FREI“ BETRAGS VON 1 000 000 EURO PRO PERSON MILLlONÄRSABGABE* UND 200000 EURO PRO KIND; HÖHE: ZEHN PROZENT BIS 10 MILLIONEN EURO, 20 PROZENT FÜR 10 bis 100 MILLIONEN, 30 PROZENT FÜR VERMÖGEN OBERHALB VON 100 MILLIONEN EURO. ZU ZAHLEN INNERHALB VON ZEHN JAHREN

2. Vermögenssteuer**

Einzelperson:        Nettovermögen 1.000.000, Vermögenssteuer 0

Paar:                          Nettovermögen 5.000.000 Vermögenssteuer 30.000

Paar                           Nettovermögen 20.000.000         Vermögenssteuer 176.000
(mit zwei Kindern)

Das jährliche Steueraufkommen aus einer Vermögenssteuer wird auf 20 Milliarden Euro geschätzt, Betroffen wären weniger als ein Prozent der Bevölkerung

–-** WIRD JÄHRLICH ERHOBEN AUf PRIVATES NETTOVERMÖGEN ÜBER EINEM FREIBETRAG VON EINER MILLION EURO PRO ERWACHSENEM UND 200000 PRO KIND; STEUERSATZ 1 PROZENT. FÜR KÖRPERSCHAFTEN GILT EIN HALBES PROZENT, fÜR BETRIEBSVERMÖGEN SIND BEI BEIDEN ABGABEN HÖHERE FREIBETRAGE VORGESEHEN,

 

QUelLE: VER.DI, BEREICH WIRTSCHAFTSPOLITIK, EIGENE BERECHNUNGEN

 

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