Ostern 2013

Ostern 2013 – Die Rolle der Katholischen Kirche im globalen Machtsystem

Eine Institution, die ihren Bestand seit 2000 Jahren sichert, für weltweit 1,2 Mrd. Menschen steht, verdient erst einmal Hochachtung. Hochachtung, allein aus dieser Tatsache. Das bedeutet aber keineswegs, die Mißachtung des Menschen als vermeintlich höchstes Geschöpf Gottes über die Jahrtausende hinweg gutzuheißen. Das gilt auch nicht für die kalkulierte Machtsicherung von Kirche und Staat. Erst recht nicht für die verbreitete Gleichsetzung von Kirche und Religion.
Alle wesentlichen Religionen gehen von dem EINEN Schöpfer aus. Wie kann es dann zum Kampf der Religionen kommen. Der EINE müßte sich ja selbst ins Gesicht schlagen. Die einzige Gemeinsamkeit von Kirche und Religion liegt in der Machtsicherung aller gesellschaftlichen Ausbeutersysteme, den Kapitalismus natürlich eingeschlossen.
Der Kapitalismus schafft die mit Abstand größten menschenunwürdigen Verhältnisse. Darüber kann auch nicht der relative Wohlstand Ausgebeuteter in der westlichen Welt hinwegtäuschen, der nur durch die vehemente und unglaubliche Ausbeutung der Dritten Welt (Hunger, Krankheit, Existenz) ökonomisch begründet wird.

Ist es der Kirche mit Johannes Paul II. noch gelungen, den Kapitalismus weltweit zu restaurieren, die Dekadenz des Systems mit Benedikt XVI. zu verschleiern, so läßt Franziskus I. nun mit seinen Motti „Barmherzigkeit“ und „arme Kirche für Arme“ die Menschen hoffen.

Die Papswahl 2005 hatte einen klaren Favoriten aus dem konservativen Lager. Trotzdem ergab der dritte Wahlgang eine Sperrminorität des liberalen Lagers von 40 Stimmen auf Kardinal Bergoglio. Erst im vierten Wahlgang wurde Ratzinger mit 84 Stimmen gewählt. Auf Bergoglio entfielen nur noch 26 Stimmen, das konservative Lager siegte.
2013 sah das ganz anders aus. Es gab keinen Favoriten. Daß der neue Papst dennoch nur einen Wahlgang mehr als 2005 zur Vereinigung der erforderlichen 2/3-Mehrheit benötigte, ist ein Sieg des liberalen Lagers und ein hoffnungsvolles Zeichen.
Auch seine Osterpredigt gegen Egoismus, Profitgier und Menschenhandel läßt hoffen, ebenso wie kleine Gesten, Vor allem aber seine erste Audienz, nicht von ungefähr oder gar zufällig, für die Medien!!!

Dabei fällt mir John F. Kennedy ein. Eine seiner ersten Amtshandlungen war auch eine Zusammenkunft mit den Chefredakteuren aller amerikanischen Medien, in der er auf deren besondere Rolle im Staat hinwies und deren Mittun einforderte.
Diese Parallele läßt vor allem auf einen Wandel hoffen und darauf, daß nicht wieder reaktionäre Kreise mit Mord den Gang der Geschichte verhindern wollen.

Bei Kennedy war es zu ungunsten des amerikanischen Privatgeldes (FED) die Einführung von Staatsgeld im Juni 1963, der dann seine Ermordung im Nov. 1969 folgte. Von seinem Nachfolger Lyndon B. Johnson wurde dieser Schritt folgerichtig sofort wieder rückgängig gemacht. Seitdem hat kein amerikanischer Präsident die private Macht der Federal Reserve je wieder angetastet.
Selbst Obama hat sich spontan geweigert, seine Unterschrift unter ein Gesetz zu setzen, daß einem Beschluß des Kongresses vom 25.07.2012, zur jährlichen Kontrolle der FED!, folgen müßte.

Als Atheist wünsche ich Franziskus I. hoffnungsvoll Gesundheit, Kraft und eine glückliche Hand in all seinen Taten.

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