Einlagensicherung?

 

Angst vor Enteignung und wo sie wirklich berechtigt ist!

Liebe Regine Wiemer,
der Tabu-Bruch, den man bei der Zypern-Rettung nicht verschweigen kann, hat viele Anleger geschockt. Die Vorgänge zeigen: Kommt es hart auf hart, ist der Anleger-Schutz nur Wunschtraum und nicht Wirklichkeit.
Vermögende Anleger müssen die Zypern-Rettung mitfinanzieren. Natürlich fangen wir Deutschen auch an, uns Sorgen zu machen.

Doch die deutschen Sicherungssysteme sind weitestgehend stabil. Die Sparkassen, Hypovereins- und Volksbanken sowie die Privatbanken haben jeweils noch einmal eigene Sicherungssysteme. Sollten wenige Banken schwächeln, könnte das noch aufgefangen werden.
Setzen Sie nicht nur auf eine Karte!
In Deutschland ist die Sicherheit der Einlagen höher als in allen anderen EU-Ländern. Dennoch sollten Sie sich nicht blind darauf verlassen. Setzen Sie deshalb nicht alles auf eine Karte und verteilen Sie Ihr Vermögen entsprechend.
In Deutschland sind Sie also vergleichsweise sehr gut aufgehoben. Das zeigt nicht nur der Blick auf andere Euro-Länder – sondern vor allem auf die USA.

Das Manager-Magazin titelte letzte Woche: Niemand klaut so viel Geld von Bankkunden wie Bernanke. Fokus des MM-Artikels war die brodelnde US-Finanzbranche. Denn die Turbulenzen um Zypern lenkten die Aufmerksamkeit auf den Chef der amerikanischen Notenbank (FED) Ben Bernanke. 

Amerikanische Bankkunden zahlen aktuell schon mit

Das Manager Magazin zitiert den Investmentbanker Jim Rickards: Bernanke habe seine Hände bereits tief in den Taschen amerikanischer Bankkunden. Keiner klaue so viel Geld von Bankkunden wie Ben Bernanke.
Der Hintergrund: Momentan befinden sich die USA in einer Phase der konjunkturellen Erholung. Eigentlich müssten die Zinsen bei 2 bis 3 Prozent liegen.
Stattdessen fährt Bernanke weiter seine Niedrigzinspolitik. Legt man diese Niedrigzinsen der Fed auf die Bankeinlagen der USA um, transferieren die Währungshüter jedes Jahr rund 400 Milliarden Dollar von den Konten der Sparer zu den Banken.  Die Folge: Die Banken könnten wieder „größere Boni zahlen und gewagtere Finanzwetten eingehen.“
Gegen die aktuellen Schulden geht Bernanke mit einer weichen Enteignung durch Niedrigzinsen und Notenpresse vor.
Ihr Yannick Esters
Chefredakteur„simplify Geld“ und „Ratgeber Geld“

Fazit:

Kapitalflucht, wie aus der Familie des zypriotischen Präsidenten heute bekannt geworden, ist leider keine Alternative. Bleibt die Vermögensstreuung und die Anlage in Sachwerte. Aktien sind nicht jedermanns Geschmack, das eigene Haus schon eher.
Es besteht aktuell kein Zeitdruck, aber über Alternativen sollten Sie schon nachdenken.

 

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